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AUS DEN FUGEN

LITERATURREIHE IM DOCUMENTA-JAHR. VERANSTALTER: LITERATURHAUS NORDHESSEN
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Es ist ein Unbehagen. Die Aussichten sind düster, mindestens unsicher. Wie reagieren deutsche Autorinnen und Autoren darauf? Das Literaturhaus Nordhessen hat fünf von ihnen im documenta-Jahr nach Kassel eingeladen. Sie alle werfen aus unterschiedlichen Perspektiven einen Blick auf die Welt, die aus den Fugen geraten scheint und suchen Antworten auf brennende Fragen.

Olga Grjasnowa und Konstantin Richter wenden sich den Geflüchteten zu – und das auf ganz unterschiedliche Weise. Grjasnowa erzählt in ihrem neuen Roman „Gott ist nicht Schüchtern“ eine Geschichte von Flucht, Heimatverlust und Neubeginn, während Richter das Thema satirisch angeht und aus Angela Merkel eine tragikomische Figur in der so genannten Flüchtlingskrise macht („Die Kanzlerin- Eine Fiktion“). John von Düffel schildert in seinem aktuellen Roman „Klassenbuch“ unsichere Lebenswirklichkeiten von Jugendlichen zwischen Pubertät, Erwachsenwerden, Schule, Smartphone und Beruf. Ganz aus dem Rahmen bürgerlicher Wohlanständigkeit fällt ein Immobilienmakler in Lukas Bärfuss’ aktuellem Roman „Hagard“. Er verfolgt eine unbekannte Frau und verabschiedet sich dabei auf verstörende Weise von allen gesellschaftlichen Konventionen. Eine ebenfalls irritierende Geschichte erzählt Marica Bodrožić in „Das Wasser unserer Träume“: Ein Patient im Koma kämpft sich in das Leben zurück und versucht, Sprache und Erinnerungen wiederzuerlangen. Auch hier ist ein Leben aus den Fugen geraten.

Aber zuletzt keimt Hoffnung auf.

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