Filmprogramm der documenta 14 / Festivals & Reihen / Kassel Kultur 2017 / Kassel Kultur 2017

FESTIVALS & REIHEN
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Kassel Kultur 2017 / Festivals & Reihen / Filmprogramm der documenta 14

FILMPROGRAMM DER DOCUMENTA 14

FILMREIHEN, WERKSCHAUEN UND AUSSTELLUNGEN IN DEN GLORIA- UND BALI-KINOS
Der grosse Saal des BaliKinos

Die documenta 14 bietet ein umfangreiches Filmprogramm in den Gloria- und Bali-Kinos. Es unterteilt sich in vier unterschiedliche Reihen.

TV Politics, 10. Juni bis 14. September
TV Politics zeigt bedeutende Versuche, die eine radikale Annäherung an die Politik des Fernsehens seit der Mitte des 20. Jahrhunderts formulieren: Filmwerke, die zum Nachdenken über das Medium anregen und eine neue Analyse der sozialen und kulturellen Realität bieten. Zu sehen sind Filme von Mohamed Soueid, Sarah Maldoror, Alanis Obomsawin, Norm Cohn, Nagisa Oshima und Alberto Grifi.

Retrospektiven und Ausstellungen
Im Mittelpunkt des Programms steht das Werk dreier wegweisender Filmemacher, deren Leben und Kunst von Migration bestimmt waren. Ihren Arbeiten gemein ist der körperhafte Zustand der Bilokation, des Sich-Aufhaltens an mehreren Orten zugleich, gespalten zwischen zwei oder mehreren „Hiers“.

> Jonas Mekas: 10. Juni bis 17. September
Die sehr persönlichen filmischen Tagebücher, Texte und Fotografien von Jonas Mekas etwa schildern seine Zeit in einem Lager für „Displaced Persons“ in der Nähe von Kassel zwischen 1944 und 1949 sowie seine späteren Reisen zwischen den USA und seinem Geburtsland Litauen.

Täglich im kleinen BALi, 10 Uhr: „Reminiszenzen aus Deutschland” (1971/1993, editiert 2012) / 10:30 Uhr: „Reminicences of a Journey to Lithuania” (1972) / 13.30 Uhr: Lost, Lost, Lost (1976)

> David Perlov: Retrospektive, 10. Juni bis 17. September
Als der israelische Filmemacher David Perlov (1930–2003) starb, hinterließ er Dutzende Notizbücher mit Epigrammen, Texten für Filme, biografischen Notizen und Text-Bild-Kollagen. Die Retrospektive präsentiert das komplette filmische Tagebuch des Künstlers (1973–83) sowie weitere wichtige Fernsehprojekte und experimentelle Filme, begleitet von fotografischen Arbeiten und Zeichnungen, die zwischen 1950 und Anfang 2000 entstanden und im Foyer des Bali-Kinos gezeigt werden.

Täglich werden folgende Perlov-Filme im Bali-Kino gezeigt:
10 Uhr: „Old Aunt China” (1957) / 10.15 Uhr: „Memories of the Eichmann Trial” (1979) / 11.15: „In Search of Ladino” (1981) / 12.30 Uhr: „Yavne Street” (1994) / 13–19 Uhr: „Diary”, 1–6 (1973–1983) / 19 Uhr: „My Stills (1952, 2002, 2003).

> Wang Bing: Retrospektive 10. Juni bis 17. September
Gezeigt wird eine vollständige Retrospektive des Künstlers, eine Weltpremiere sowie eine begleitende Ausstellung mit Archivmaterialien. Wang Bing, 1967 geboren in der Provinz Shaanxi in China, gehört zu einer Generation von unabhängigen Filmemachern, deren Arbeit mit den demokratischen Bewegungen rund um die Studenten-Proteste 1989 verbunden ist. Er konstruiert alternative, bildbasierte Erzählungen, die im Gegensatz zu den Mainstream-Diskursen des heutigen China stehen und die schwierigen sozioökonomischen Lebensbedingungen unter einem autoritären Regime und die rapiden Transformationsprozesse in den Blick nehmen.

Wochenprogramm:
Montag:10 Uhr: „Tie Xi Qu: West of the Tracks“ Part I: „Rust“ (2003) / 14.15 Uhr: Part II: „Remnants” (2003) / 17.30 Uhr: Part III: „Rails” (2003)
Dienstag: 10, 16.30 Uhr: „He Fengming“ (2007) / 13.15, 16 Uhr: „Yizhi/Traces” (2014) / 14 Uhr: „Jiabiangou/The Ditch“ (2010)
Mittwoch (außer 14., 28.6., 12.7. 2.8., 13.9.): 10, 14, 18 Uhr: „Tong dao/Coal Money“ ( 2009) / 11, 15 Uhr: „San zimei/Three Sisters” (2012) / 7.7., 20.30 Uhr: Welturaufführung: „Fang Xiu Ying/Mrs. Fang” (2017), mit einer Einführung von Emmanuel Bureau
Donnerstag: 10, 15 Uhr: „Fu yu zi/Father and Sons“ (2014) / 12, 17 Uhr: „Ta'ang“ (2016)
Freitag: 10, 17.30 Uhr: „Wu ming zhe/Man with No Name” (2010) / 13 Uhr: „Feng a Til Madness Do Us Part” (2013)
Samstag:10, 15 Uhr: „Ku Qian/Bitter Money” (2016) / 13, 18 Uhr: „Fang Xiu Ying/Mrs. Fang” (2017)
Sonntag: 10 Uhr: „Feng ai/Til Madness Do Us Part“ (2013) / 14 Uhr: „He Fengming“ (2007) / 17.30 Uhr: „San zimei/Three Sisters“ (2012)

Filme im Rahmen von „Parlament der Körper - Öffentliche Programme“, 21. Juni bis 13. September
Filme von: Lucien Castaing Taylor, Verena Paravel, Maria Kourkouta, Niki Giannari, Dimitris Athiridis, Annie Sprinkle, Beth Stephens und Stelios Tatasopoulos.

Einzelfilme, 14. Juni bis 30. August
Manthia Diawara: täglich 12 Uhr, 16.30 Uhr und 18 Uhr: An Opera of the World (2017)
Anne Charlotte Robertson

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