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Kassel Kultur 2017 / Kalender / Das Blaue Licht / Dienen

DAS BLAUE LICHT / DIENEN

VON REBEKKA KRICHELDORF (URAUFFÜHRUNG)
tif - Theater im Fridericianum
Szene aus dem Stück „Das Blaue Licht / Dienen“

Der Krieg geht weiter. – Ich spür ihn wie unter dem Hemde
Das trockene Brusthaar, das sich beim Atmen bewegt.

Ein Soldat, ein junger? ein alter? kehrt heim. Sein König grüßt ihn kühl. Im sogenannten „Frieden“ hat der Soldat als Werkzeug ausgedient. Die Heimat erlaubt ihm nur, sie Heimat zu nennen, weil und während er für sie kämpft. Gestern Soldat, und heute – was? So schicken die Brüder Grimm den Namenlosen in den Wald. Endlich, nachdem er durchs äußere und innere Dickicht irrte, gelangt er an eine Hütte, in der eine alte Frau ihn empfängt ... So beginnt „Das blaue Licht“.

Hör ich im Laube lachen
− Verbrannt vom Salz der Laugen −
Soldaten, fremd, mit flachen
Maschinengewehraugen

Märchenhelden sind so anziehend wie verstörend. Schwerelos anonym, moralisch klar steuern sie stracks vom „Es war einmal“ zum „nicht gestorben sind“ durch Welten, wo noch das Gute grausam obsiegt – aber anders als unsere Comichelden, die erst durch Traumata zu Helden werden, anders als Spiderman oder Batman scheint der Grimm'sche Held immun gegen Neurosen, Komplexe, Ängste. So scheint es.
Genau hier beginnt Rebekka Kricheldorf ihre etwas andere Mär „Das blaue Licht“. Was ist dieses blaue Feuerzeug, mit dem der Soldat, von der Hexe im Brunnen gefangen, ein Männlein rufen kann? Was unterwirft er da sich für seinen Rachefeldzug, wo er die Prinzessin demütigt, heiratet, den König entthront? Ist das Unterbewusstsein, wie Pierre Janet vor Freud dachte, gar Folge von Traumata, der innere Brunnen, in den wir die Schrecken und Überreize versenken und so von uns abtrennen?

(Gedichte von K. Krolow)

Inszenierung: Schirin Khodadadian / Bühne und Kostüme: Ulrike Obermüller / Musik: Katrin Vellrath / Dramaturgie: Thomaspeter Goergen

Besetzung: A: Aljoscha Langel / B, D: Rahel Weiss / C, E: Jürgen Wink / F: Artur Spannagel

Termine:
01.12.2017   10.30 Uhr | 01.12.2017   20.15 Uhr |

ORT

tif - Theater im Fridericianum
Friedrichsplatz 17
34117 Kassel
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Tel.: 0561.1094-222 (Karten)
karten@staatstheater-kassel.de
www.staatstheater-kassel.de

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34117 Kassel
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