Prinz Friedrich von Homburg / Kalender / Kassel Kultur 2017 / Kassel Kultur 2017

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Kassel Kultur 2017 / Kalender / Prinz Friedrich von Homburg

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG

SCHAUSPIEL VON HEINRICH VON KLEIST
Schauspielhaus
18.10.2017   19.30 Uhr
Artur Spannagel als Prinz Friedrich von Homburg, 2017

Inszenierung: Schirin Khodadadian
Bühne: Philipp Nicolai
Kostüme: Ulrike Obermüller
Musik: Katrin Vellrath
Dramaturgie: Annabelle Leschke
Licht: Brigitta Hüttmann

Besetzung.
Friedrich Wilhelm Kurfürst von Brandenburg: Bernd Hölscher
Die Kurfürstin: Eva-Maria Keller
Prinzessin Natalie von Oranien, seine Nichte: Pauline Kästner
Feldmarschall Dörfling: Aljoscha Langel
Prinz Friedrich von Homburg, General der Reiterei: Artur Spannagel
Obrist Kottwitz, vom Regiment der Prinzessin von Oranien: Stephan Schäfer
Graf Hohenzollern: Lukas Umlauft
Rittmeister Golz u.a.: Maria Munkert

„Das Kriegsgesetz, das weiß ich wohl, soll herrschen, jedoch die lieblichen Gefühle auch.“

„Kann ein denkender Mensch den Überzeugungen eines anderen trauen?“ fragte im Sinne der Aufklärung 1799 Heinrich von Kleist in einem Brief seinen Mentor Ernst Martini, kurz vor seinem Austritt aus der preußischen Armee. „Ich sage ein denkender Mensch, und schließe dadurch alle Fälle aus, in welchem ein blinder Glaube sich der Autorität eines anderen unterwirft.“ Kleist, aufgewachsen als Adliger und Offizierssohn, Preuße und Patriot, legte in seinem Leben alles an Rang und Namen ab und wurde zum Schriftsteller.
Sein letztes Drama Prinz Friedrich von Homburg von 1809 beginnt wieder bei Kleists Auseinandersetzung mit seiner Offizierslaufbahn: Der Prinz von Homburg, der sich in seinen Träumen als Kriegsheld und bekränzter Sieger sieht, steht vor einer entscheidenden Schlacht für den brandenburgischen Kurfürsten. Mit seinen Träumen beschäftigt, missachtet er dessen Befehl, greift zu früh in die Schlacht ein – und geht siegreich hervor. Der Kurfürst jedoch unterwirft ihn dem Kriegsrecht und verurteilt ihn zum Tode. Angesichts eines rein existenzvernichtenden und wenig ruhmvollen Todes, verfällt der Prinz in Angst, so dass er nur noch um sein Leben fleht. Seine Anwälte, die Prinzessin Natalie und seine Offiziere stehen kurz vor einer Meuterei, als der Kurfürst dem Prinzen eine schreckliche Freiheit gewährt: bei seinen Überzeugungen zu bleiben und zu sterben oder diese aufzugeben, um sein Leben zu retten. Sollen Gesetz und Autorität herrschen oder darf ein Untertan auch seinen eigenen Ansichten folgen?
Im 19. Jahrhundert war der intuitiv handelnde und unberechenbar träumende Soldat ähnlich fremd wie Kleist seinem Jahrhundert. Der Prinz begreift die Konsequenzen seines Handelns erst, als es schon zu spät ist. Bis zum Schluss bleibt Homburg ein Träumer, der den Glauben an den gerechten Fürsten, der sich von seinem Untertan eine Lektion in Menschlichkeit erteilen lässt, in die Wirklichkeit mitnehmen will.

Termine:
08.10.2017   19.30 Uhr | 14.10.2017   19.30 Uhr | 18.10.2017   19.30 Uhr | 20.10.2017   19.30 Uhr | 29.10.2017   19.30 Uhr | 08.12.2017   19.30 Uhr | 15.12.2017   19.30 Uhr | 25.12.2017   19.30 Uhr |

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Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
34117 Kassel
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Tel.: 0561.1094-222 (Karten)
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